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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
196
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sein Gegner sey ihm an Gesckicklichkeit überlegen; under hielt eine solche Meinung für einen äußerst wichtigenUmstand im Kriege. Was ihn noch mehr kränkte, war,daß niemand geneigter war, diesem nachtheiligen Gerüchtzu glauben, und selbst, es weiter auszubreiken, als dieKatholiken seiner eignen Armee. Man kann nie mitSicherheit auf den Arm der Leute rechnen, deren Herzman nicht besiht- Er erfuhr noch überdem, daß der Unze-horsam seiner Soldaten, und der Geldmangel, den erlitt, das Werk eben dieser Herren war; und er schloßnun, daß ihre Gesinnungen gegen ihn ein unheilbaresUebel wären, welches eben so sehr durch die glücklichenals durch die unglücklichen Zufälle, die ihn betrafen, ver-schlimmert würde. In der Th»t ist dieß immer derFall einer Abneigung, die aus der Religion entsteht, under machte davon in der Folge noch eine Menge traurigeErfahrungen.

Jezt ergrif er den klügsten, und den einzigen Enk»schluß der ihm übrig blieb. Er bestand nicht mehr hart-näckig darauf, Paris erobern zu wollen, da so mancheUmstände zusammen trafen, die es verhinderten. Er ver-ließ fein Lager bey Chelles, wo er mit einen Heere, dasdurch seinen Vorteil so wenig mit seinem Anführer zu-sammenhieng, in so großer Gefahr war, und selbst dieseganze Gegend, zog sich gegen die Oise zurück, und nahmsein Lager bey Ereil. Von hier aus erhielt er stets denPrinzen von Parma in Unruhe, und ließ ihn langsamsich selbst aufzehren. Während dieser ganzen Zeitmachte er bloß die nöthigen Bewegungen, um seine Ar-mee nicht durch die Unthätigkeit verderben zu lasten.Er belagerte Clermont in Beauvaisis, und hielt sie durchhäufige abgeschickke Haufen iy» Arhem. Meine Kom-pagnie schickte er in die Gegend von Mante, um dieLandschaft Chartrain und einen Theil von Isle de Franceim Zaum zu halten. Ich erhielt die Erlaubniß bey sei-

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