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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
195
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Da der König wußte, daß der Prinz von Par-ma in der Gegend von Meaux stünde; so nahm er seineStellung zwischen dieser Stadt und Paris, und ließseine leichte Reiterey bis nach Eiaye vorrücken, wo diebeiden Lager einander so nahe waren, daß eine Mengeder lebhaftesten Scharmützel saß täglich vorfielen. Aufdie Vorstellung des MarschallS von Biron und gegenseine eigne Meinung verließ der König diesen Posten,und nahm den bey Chelles; weil man glaubte, daß eran sich vortheilhafter, und auch bequemer wäre, umdem feindlichen General den Weg nach Paris abzu-schneiden; denn man hatte noch immer Absichten aufdiese Stadt, und unterhielt Verständnisse darin, diefreilich hätten fehlschlagen müssen,, wenn der Prinz vonParma würde hinein gekommen seyn, die aber auch ohne, das nicht gelangen. Der König stellte sich daher auf! eine Anhöhe, die aber, weil sie auf der einen Seite durch

i ein tiefes Thal und einen Morast eingeschlossen war,

! ihn auch außer Stand setzte, an diesem Orte etwas zuunternehmen. 'Auch hatte es der Prinz von Parmakaum gesshn, so nahm er sein Lager auf der gegenüberliegenden Anhöhe. Es war weder seine Absicht, nochsein Vortheil, eine Schlacht zu wagen, sondern nur, unsimmer in der Unruhe zu erhalten, und dazu war seinLager vortrestich gewählt. Er war gegen jeden Angrifdarin gedeckt, und konnte durch unsre Kanonen nicht er-reicht werden. Der König sah bald den Fehler, zuwelchem lhn seine zu große Gefälligkeit verleitet hatte,da die Feinde in den drey oder vier Tagen, die er in die-j ser Stellung blieb, Lagny unter seinen Augen wegnah«men, ohne daß er es hindern konnte.

Diese Begebenheit so wohl, als die Aufhebung derBelagerung von Paris schmerzte ihn empfindlich, weili er fühlte, daß man den Schluß daraus ziehen würde,

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