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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
191
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um uns gegen einander zu verhören. Mein Gegnerverlohr seinen Prozeß, und die Spöttereien/ die er vonden vornehmsten Osftziren über seine lächerliche An-maßung aushalten mkrßte / thaten ihm so weh, daß erdeswegen zur Ligue übergreng. Es schien mir, als obder König mir bey der Vergebung der Gouverneur-stelle von Mante nicht soviel Gerechtigkeit widerfahrenließe. Die Eroberung dieses Orts war beynahe die ein-zige Frucht der Schlacht bey Ivry. Ich wünschte Gou-verneur davon zu werden, und hatte auch den König dar-um gebeten, aber er zog mir einen Katholiken vor.Dreß verdroß mich so sehr, daß ich in laute Klagen aus-brach. Ich gestehe zu meiner Schande, daß wenn ichdie damalige Lage des Königs ernstlich überlegt hatte,der sich jeden Augenblick auf dem Punkt sah, von Allenverlassen zu werden, weil er die Fremden nicht mehrbezahlen konnte, und die Katholiken von seiner Partei)nur auf die geringste Veranlassung lauerten, um sichzu entfernen: so würde ich nicht haben murren können,daß er einem seiner Person wenig zugethanen Katholikendas zugesiand,, was er einem treuen Diener abschlug.Es war edler, sich mit der bloßen Freundschaft diesesFürsten zu begnügen, als Gunstbezeuguugeu von ihmzu erhalten, die Staatskuust und Norhwendigkeit vonihm erzwangen.

Da nun die Hindernisse gehoben waren, brach derKönig mit seinen Truppen auf, nahm Dreux weg, undmarschiere gegen Sens, das er durch ein Verständnißunter den Bürgern zur Uebergabe zu bewegen hoffte.Die Sache schlug fehl, und Heinrich, der nicht verge-bens soweit vorgerückt seyn wollte, und dem man außer-dem auch versichert hatte, daß die Stadt nicht mit dengehörigen Vorrathen versehen sey unternahm die Be-lagerung derselben. Es währte aber nicht lange, so

sah