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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
190
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machtigte, wurden, war es schwer, die Finanzen zu ver-walten. Die Gelder, welche eingetrieben wurden, reich-ten kaum für die Habsucht der Bedienten hin, die mandabey gebrauchte, und die das allgemeine Elend im-mer nur noch unersättlicher macht. Heinrich hatte keineunumschränkte Gewalt, die allein ihrer Raubgier hatteeinen Zaum anlegen können, und noch mehr fehlte esihm an Mitteln, sie der Veruntreuung zu überzeugen,weil er damals auch noch nicht die allergeringsten Be-griffe von Finanzsachen hatte. Dennoch ließ er sichjezt, ganz wieder seine Neigung, auf das Nachrechnenein, und nöthigke den Herren vonO, ihm gewisse Sum-men auSzuliefern, welche dieser nicht leugnen konnteempfangen zu haben. Er stillte damit die Empörungder Soldaten; aber unterdeß waren wenigstens vier-zehn Tage hingegangsn, wahrend welcher er nicht ausMonte gehen, und- folglich auch seinen Sieg nicht ver-folgen konnte.

Ich erinnere mich, daß ich ihn oft habe sagenhören, er habe sich damals zum ersten Mahl in seinemLeben im Stande gefshn, seine Wünsche in Entwürfe zuverwandeln.Ich habe oft Wünsche gehabt," sagteer,aber nie hatte ich noch Zeit gefunden, Plane zumachen." Er verstand dieß lezte Wort in dem Sinn,den jeder weife Mann ihm geben muß, für einen Ent-wurf dessen Erfolg Klugheit und Ueberlegung sichern.In diesem Sinn ist es wahr, daß jeder wünschen kann,was ihm beliebt, ohne dadurch andern zu schaden; daßaber nur ein Thor sich in Entwürfe stürzt, ohne dieLeichtigkeit oder Wahrscheinlichkeit, sie auszuführen, vor-her zu sehen.

Während des Aufenthalts des Königs zu Montetrug ihm d' Andelot seine Klage gegen mich vor, under gab sich die Mühe, selbst nach Roßny zu kommen,

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