uns mit solcher Wuth an, daß, unaeachtet die Deut-schen ihn verlassen hatten, nach einem fürchterlichenFeuer, und einem Handgemenge von einer starkenViertelstunde, das die Erde mit Todcen bedeckte, derlinke Flügel unsrer Schwadron die Flucht nahm, undder rechte getrennt wurde und zu weichen begann.Beym ersten Angriff wurde mein Pferd an den Nas-löchern verwundet; ein zweiter Schuß traf es am Halse,und gieng wieder heraus, wo der>L>attel auf hört;ein LanzenstoS, welcher ihm einen zwey Fuß langenStreifen Haut und nur ein Stück von der Wade weg-.nahm, warf es endlich zu Boden. Ich bekam nocheinen Hieb in die Hand, und ein Pistolschuß machtemir eine dritte Wunde, die weit beträchtlicher war,weil die Kugel durch die Hüfte drang, und aus dem Un-terleibe wieder herausgieng. Wenn mein Stallmeistermir nicht zu Hülfe geeilt wäre, und mir ein andersPferd gebracht hätte, auf welches ich, obgleich sehrmühsam, stieg, so hätte ich unfehlbar umkommen müs-sen. Diese Treue zog dem armen Maignan verschiedneWunden zu, und hatte ihm beynahe das Leben gekostet.Bey einem zweiten Angriff wurde mein Pferd todtge«schossen, und ich bekam zu gleicher Zeit noch ernenPistolschuß in die Hüfte und einen Hieb in den Kopf.Ich blieb ohneBewustftyn liegen, und erfuhr also wei-ter nichts von dem Erfolg des Treffens, von dem ichmir wegen des Glücks des Grasen von Egmonc nichtviel Gutes für uns versprach. Gewiß wäre auch derKönig geschlagen worden, wenn der Rest der feindlichenArmee sich eben so betragen hätte. So viel erinnereich mich, daß, als ich mich nach einer ziemlich langenZeit wieder besann, ich weder einen Feind, noch irgendeinen von meinen Bedienten, welche die Furcht oderdie Verwirrung zerstreut hatte, um mich ervückte; —ein Anzeichen, das mir eoen auch nicht günstig schien.
Ich