Weichenden zu sammlen, der Kriegszucht und des schnel-len und genauen Gehorsams, welche nie sich in einemHellern Lichte zeigten, als auf dem Schlachtfelde , dieHauptursachen waren, -welche bey dieser Gelegenheit dergeringer!, Anzahl den Sieg über die großen, verschafften.
Es ist ausgemacht, daß der Herzog von Mayenneund der Graf von Eömont, der die Spanier ansührte,sich des Sieges versichert hielten, wenn der König eswagen würde, sie zu erwarten. Wenn er aber, so wiesie es erwarteten, sich zurück ziehen würde, so hofften sienicht weniger, ihn, wohin er sich auch wenden mögte,zur Schlacht zu zwingen, und so mit Einem Streicheden Krieg zu endigen. Was kann aber die Folge vonsolchen Einbildungen seyn ? Ohne von ihrem Einsiuß aufdie Feldherren selbst, die allein so wichtig sind, als vieleTausende, zu reden: so entsteht doch immer das. daraus,daß das stärkere Heer nicht alle die Vorsicht gebraucht,die es gegen eine gleiche Macht anwenden würde; unddaß hingegen das Schwächere, indem es den Entschlußfaßt, sich gegen einen überlegnen Feind zu vertheidigen,zugleich sich vornimt, einen Muth und eine Geschicklich-keit zu zeigen, die ihm den Abgang der Menge erseht.Das Erstaunen über eine Kühnheit, die durch denRuhm und die Schwierigkeiten erhöht wird, dient derkleinern Anzahl gegen die Größere, und dadurch wirdam Ende alles wieder gleich.
Die Schwadron des Königs, wo ich mich befand,war dem Grafen von Egmont gegenüber, der sie mitder seinigen und einer andern von tausend bis 1202deutschen Reitern angriff. Es ist wahr, daß die Deut-schen, die von unsrer Religion waren, beinahe alle indie Luft schoßen. Dem Grafen Egmont aber muß ichdie Gerechtigkeit wiederfahren lasten, daß er sich betrug,wie ein Mann, der entschlossen ist, zu siegen. Er siel
M 2 uns