che, für deren Gewißheit ich wegen der zuverlaßigenBerichte, die mir davon in die Hände gekommen sind,Bürge seyn kann. Bey den übrigen werde ich michbegnügen, sie bloß anzuzeigen, damit der Leser für sichselbst darnach den Zustand und die AngelegenheitenHeinrichs des Großen in jedem Jahre berichtigen kön-ne. Der Wunsch, meinem Gedachtniß zu Hülfe zu kom-men, bewog mich anfangs, einige Züge, die mir auffaklend waren, besonders die Unterredungen, die der Königmit mir gehabt hatte, oder was ich ihn sonst überKrieg, oder Staatskunst hatte sagen hören, schriftlichzu entwerfen, weil ich einsah, daß ich sehr viel darauslernen könnte. Der König merkte es, weil ich ihmöfters Wort vor Wort widerholte, was er gesagt hatte,und befahl mir, meine Arbeit in Ordnung zu bringen,und sie auszudehnen. Ich fand große Schwierigkeitendabey, und mein Stil war keine der geringsten. Aufeinen wiederholten Befehl aber, und da der König mirversprach, daß er meine Arbeit selbst durchsehen undverbessern wollte, nahm ich sie wieder vor, und setzte sienun noch emsiger fort. — Das ist der Ursprung diesesWerks. Ich komme nun wieder zu meiner Geschichte.
Die Armee der Ligue hatte unterdessen Pontoisein Jsle Le France erobert, und belagerte Meulan. Daich urtheilte, daß dieser Platz dem König äußerst wich-tig wäre, so wendete ich alles an, um ihn mit Pulverzu versehen, und einen sickern Mann hinein zu bringen,und die Belagerten zu ermahnen, bis zur Ankunfteines nahen Entsatzes Stand zu halten. Es gelangmir, indem ich einen Mann durch Schwimmen sich hin-ein schleichen ließ; zugleich gab ich dem König Nach-richt davon, und bath ihn um Hülfe. Auf meine wie-derholten Bitten entschloß er sich, selbst hin zu gehen,aber er that es mit vielen Verdruß, weil er sich dadurch