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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
168
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derbare Gefecht konnte aber nicht lange dauern. DieFeinde wurden noch durch dreyhundert Pferde verstärkt,welche uns zum Weichen zwangen. Wir erreichten inziemlicher Unordnung die Kapelle, wo znm großenGlück unsere Fußvölker, die sie beseht hakten, diefeindliche Reiterey anfhielten, und ein Gefecht anfin-gen, in welchem Sagonne und verschiedne andre Dffi-ziere getödek wurden.

Der Herzog von Mayenne ließ nun durch alle .sei»ne übrigen Landsknechte die Kapelle angrelffm, undvertriebe uns aus diesem Dosten. Durch die Mengeüberwältigt, mußten wir selbst den ganzen Hohlweg ver-lasten. Dieß geschah mit einer Unordnung, die ziem-lich einer Flucht ähnlich sähe, und welche gefährlicheFolgen hakte haben können. Zum Glück stießen wirauf unser Bataillon Schweitzer, dieses hielt die Feindeauf, und gab uns dadurch Zeit, uns wieder zu samm-le», und in den Stand zu setzen, das .Tresten zu er-neuern. Für mich war es die höchste Zeit, denn meinPferd, welches schwer verwundet war, stürzte in diesemAugenblick nieder, und ich bestieg ein frisches. Umden tapfern Widerstand unsrer Schweißer zu über-winden, ließen die Feinde fünfhundert Pferde sich an demMorast entlang hinziehen. Sie würden uns in den Rü-cken gekommen seyn, und uns nebst den Schweitzern undrmserm ganzen Korps umringt haben, wenn sie nichtzum größten Glücke für uns sich zu nahe an den Morast ge-halten hätten; ihre Pferde bliebenlin dem Sumpfe steckenund die Reiter konnten sich mit genauer Noth herausarbeiten, indem sie ihre Lanzen im Stiche ließen.

Noch einige Zeit, das heißt, so lange unsre Kräf-te es vermochten , erhielt sich die Schlacht in diesem Zu-stande ; aber nun sieng die Müdigkeit an, uns zu über-wältigen. Von unsrer Seite,waren stets dieselben

Mann-