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Nunzius Morosini in die Hände gerathen mögte, ja,er gestand mir, daß er mir allen seinem guten Willenes doch nicht würde ändern können, mich diesem, oderdem Herzog von Nevero auszuliesern, wenn man erfüh-re, daß ich zu BloiS wäre. Auf den Brief mußte ichalso Verzicht thun. Ich forderte nun, daß man demKönig von Navarra, wenn er sich mitten in ein Land,dos voll von seinen Feinden wäre, hinein wagen sollte,zu seiner Sicherheit eine Stadt einräumen mögte, dieihm einen freien Uebergang über die Loire verschaffte;doch dieses wurde auch aus demselben Grunde abge-schlagen. Ich konnte diese Weigerungen keiner bösenAbsicht des Königs, sondern blos seiner Furcht vor die-sen beiden Männern, in deren Gewalt er sich freiwilligbegeben hakte, beymeffen. Dennoch glaubte ich nicht,daß, besonders ohne die lezte Bedingung, der Königvon Navarra mit seinen Truppen bis BloiS vorrückendürfe; doch diese lezte Schwierigkeit wurde gewisserMaaßen durch Brigneup, den Gouverneur von Beau-gency, den ich vor meiner Abreise besuchte, gehoben.Dieser Offizier kam mir zuvor. Er sagte mir, er sähemit vielem Verdruß, ,daß der König unfehlbar durchsein Betragen sich um diesen Ort sowohl, als noch umalle die Andere bringen würde, und erborh sich, ihnmir, oder RebourS, oder irgend einem andern Offizier,den der König von Navarra dahin schicken würde, ab-zutreren; indem er lieber seine Stelle verliehren unddiesem Fürsten bloö als Freiwilliger folgen wolle, alslänger in Beaugency bleiben , wo Niemand auf seinenRach achtete.
Mit dieser Versicherung eilte ich zu dem Königvon Navarra zurück. Er hörte mir sehr aufmerksamzu, doch konnte er noch bas Mißtrauen, welches dievorigen Begebenheiten ihm eingefiößt hatten, nicht über-K 2 witz-