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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
146
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darüber in derselben Versammlung, und unterstützteseine Worte durch Thaten , um die Reformirten nochfester an sich zu knüpfen. Er bemächtigte sich von laGarnache, lind nahm nach einem blutigen GefechteNiort mit Sturm ein. Auf der Rückkehr von dieserUnternehmung wurde er zu laMothe-Frilon gefährlichkrank.

Ich nahm meinen Weg über Blois, um durchBeobachtung der gegenwärtigen Lage des Hofes meineVermuthungen zu berichtigen. Ob ich gleich alle mög-liche Vorsicht gebrauchte, um von Niemanden erkanntzu werden, so bemerkte mich doch der Marquis von Ram-bouillet, da ich in meinen Mantel gehüllt über dieStraße gieng, und schickte mir nach, um zu erfahren,wo ich abgetreten wäre. Ramboillet war ein recht-schaffner Mann, der ohne eigennützige Nebenabsichtenstets das beste des Staats zu befördern suchte. Erglaubte sich dieses Zufalls bedienen zu müssen, um einenlezcen Versuch bey dem Könige zu machen, und ihn end-lich dahin zu bringen, sich in die Arme des Königs vonNavarra zu werfen. Zum Glück fand er ihn in denGesinnungen, die er wünschte, und bewog ihn um soleichter, sich meiner bey dieser Gelegenheit zu bedienen,da der König sich erinnerte, baß ich schon einmal deshalbwar an ihn abgeschickt worden.

Rambouillet kam daher auf seinen Befehl, michzu holen, und nachdem wir alles, was bey diesem Vor-fall zu thun war, mit einander überlegt hatten, stellte ermich dem Könige vor, welcher mir mündlich seine Ab-sicht bekräftigte. Nach allen den Versprechungen, welcheman dem König von Navarra gethan hatte, ohne eineeinzige zu halten, glaubte ich ein an diesen Fürsten ge-richtetes Beglaubigungsschreiben fordern zu dürfen; aberder König schlug es mir ab, aus Furcht, daß es dem