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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
140
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der Ligue Dienste genommen hatten; und daß der KönigVE Navarra unterdessen in Bearn, seine Truppen aberunthätig und nach allen Seiten zerstreut waren.

i Da diese kravrigen Nachrichten meine Reise

^ ' abkürzten und meinen Auftrag unnvß machten.so

blieb mir nichts übrig, als umzukehren und nach Roßnyzurstckzueiken. Indem ich hier in meinem Herzen dieFolgen einer so verkehrcenAufführung bejammerte, mußteich mich meiner Sicherheit wegen stellen, als ob ich anden öffentlichen Freudenbezeugungen wegen der Nieder-lage von Auneau lebhaften Antheil nähme. Ich be-suchte meine Güter in der Normandie , und erwarteteinzimschen, was die Zeit und die Rückkehr des Königvon Navarra zur Linderung unsers Unglücks beytragenwürden. Sobald ich erfuhr, daß er aus Bearn zurückgekommen wäre, eilte ich zu ihm nach Bergerae, wodie Nachricht von der Eroberung von Castillon ihm beyso mancherlry Unglück einigen Trost gab. Die Belage»rung dieses Orrs hatte dem Herzog von Mayenne mehrals eine Millionen gekostet, und die Wiedereroberungkostete dem Vikomte von Türenne nicht zwey Thaler.

Nicht lange nachher erhielten wir dort Nachrichtvon zwo andern Begebenheiten, welche Hinlänglich imStande waren, der ganzen Lage der Sachen eine andrLGestalt zu geben. Die Erste war der Tod des Prin-zen von Eonde . Sein eben so schnelles als traurigesEnde, die Gefangenseßung verschiedner Personen, dieam meisten um ihn waren, und die Hinrichtung einesseiner Bedienten, der mit vier Pferden zerrissen wurde,ließen keinen Zweifel über, daß 'er nicht vergiftet wor-den sey. Die Nachricht von den berühmten Barrika-den, und daß der König Paris verlassen habe, folgtekurz auf jene, und wurde durch einen Kurier, der siedem Herzog von Epernon überdüngen sollte, verbreitet.