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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
130
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mit einer Sorgfalt angestellt wurden, der nichts ent-gehen konnte; so glaubte ich ohne augenscheinliche Ge-fahr nicht langer in Paris bleiben zu können. Ich gjeygdaher ganz allein, und verkleidet zum Thor hinaus, undentfloh nach Villepreux, von wo ich durch Umwegeglücklich nach Roßny kam.

Der Herzog von Joyeuse wurde zu Paris mitFreudengeschrey und Lobeserhebungen empfangen, überdie er in Geheim errothen mußte, sie nicht besser ver-dient zu haben. Auch hinderten sie ihn nicht, über dieNachricht, die er bald nachher erhielt, daß der Königvon Navarra seine Armee in Unordnung gebracht hätte,den lebhaftesten Verdruß zu empfinden. Er wendetealles an, um diesen Verlust zu ersehen; und bey denGesinnungen des Königs gegen ihn, wurde ihm diesesauch nicht schwer. Seine Gegenwart hatte alle die heim-lichen Schliche seiner Neider unnütz gemacht, und daHeinrichs Vorliebe zu ihm jezt ihren höchsten Gipfelerreichte, so konnte man ihm nichts abschlagen. AlleHofleute drängten sich zu ihm, und die Blüthe des fran-zösischen Adels folgte ihm, da er den Weg nach Guysn-ne zurück nahm, unterdeß verschiedne andre Corps aufden ihnen angewiesnen Sammelplätzen zusammen kamen.

Diese verschiednen Märsche der Kriegsleute mach-ten die Wege so unsicher, daß ich kein anders Mittelsah, wieder nach Rochelle zu kommen, als indem ich dasDatum meines Pasportö, dessen Zeit verstrichen war,änderte. Durch diesen Betrug kam ich glücklich bey demKönige von Navarra an, den ich beschäftigt fand, demfürchterlichen Ungewitter, welches jezt über ihm losbrach,zuvor zu kommen. Er zog alle Soldaten, die er inPoitou, Anjou, Touraine und Berry aufbringen konnte,zusammen. Er schrieb dem Prinzen von Eondeh demGrafen von Soissons, den Herren von Turenne, la

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