der Religion macht- behalt Gott allein sich allesdas vor, was nicht über die Grenze der spcrula-- *"8^tiven Lehrsätze hinaus geht, und überlaßt den Fürliendasjenige, was die Moralität öffentlicher Handlungenbecrifft. Daß man diesen Grundsatz nicht kannte, oderihn verachtete, das war es, was die Reformirten soelend Machte. — Diejenigen unter ihnen, welche Ver-mögen genug hatten, um in Paris leben zu können-ergriffen diese Partie, als die am wenigsten gesahrliche-weii es noch am ehesten möglich war - in einer so ver»wirrten und so tumultuarischen Stadt verborgen zubleiben.
Meine GeMahlin hatte sich schon seit einiger Zeitdahin begeben, und dabey die Vorsicht gebraucht, einenfremden Namen anzunehmen. Sie war damals hoch,schwanger, und litt also doppelt bey dem allgemeinenUnglück, da es ihr an allen Nothwendigkeiten fehlte.Da ich glaubte, daß sie jezk ihrer Niederkunft nahtwäre , so machte die Furcht vor allem dem, was ihr iNdiesem Zustande begegnen könnte, daß ich mich zu einerReise nach Paris entschloß. Sie hatte schon einen Sohngebohren, als ich dort ankam. Ich gab ihm den Herrnvon Rueres zum Pathen, der aber iu der Conciergeriegefangen saß, weswegen ein Bürger, Namens Cbau^saille nebst seiner Frau, die Stelle desselben bei) derTaufe in unserer Versammlung vertreten mußte; denntrotz der strengen Untersuchungen, die man dagegen antstellte, wurden doch die Predigten und gottesdienstlichenVersammlungen der Reformirten immer noch gehalten.Grade um diese Zeit wurden verschiedne Weiber des-wegen verbrannt. Ich selbst lief dabey die größte Ge-fahr, und es war ein ganz besonders Glück, daß manmich nicht erkannte. Da aber die Spione in der Stadtüberall noch immer vermehrt, und die NachsuchungönN. Denkwürdigk. k. B. I mit