vor Begierde brannten, das Gefecht anzufangen. Wirließen daher diesen Trupp, und nach ihm die ganze Ar-mee vorüber ziehen, deren Bataillone wir. ganz bequemzahlen konnten. Die lezten Reihen marschirten so dickthinter einander, daß ich selbst urtheilte, es sey jezt nichtsauszurichten. Indem wir aber im Begriff waren,wieder zurück zu kehren, meldete uns unsre Schild-wache, daß zwo kleine Schwadronen, von etwa fünfzigbis sechözig Pferden, in weiter Entfernung von einan-der, nachkämen. Ich bestand noch darauf, die Erstevorbey zu lasten; aber jezt war es mir nicht mehr mög-lich, meine Leute zurück zu halten. Wir rannten aufdie Ersten los, und warfen sie über den Haufen; zwölfebis fünfzehn blieben auf dem Platze, eben so viele mach-ten wir zu Gefangnen, und die Uebrigen retteten sich,so gut sie konnten. Aber wie sehr bedauerte ich nicht,daß ich nicht meinem Kopfe gefolgt war, als ich erfuhr,daß der andre Haufen aus fünfzig der vornehmsten Offi-zier von der katholischen Armee bestand, mit dem Her-zog von Joyeuse selbst an ihrer Spitze, welche sich zu Sur-gereS aufgehalten hatte, um zu frühstücken. Der Königvon Navarra sagte mir lachend, da ich es ihm erzählte,er sähe wohl, ich hätte den Haufen des Herzogs nur da-rum verschont, weil meine beiden Brüder darunter ge-wesen wären. Als nachher einer von diesen Lust bekam,Rochelle zu sehn, so wirkte ich ihm einen Paß aus, undführte ihn überall herum. Ich selbst hatte Gelegen-heit nach Niort zu gehen, wo die feindliche Armee stand,um die Bedingungen eines Zweikampfs zwischen denAlbanischen Soldaten von der Compagnie des KapitänMercüre, und einer gleichen Anzahl Schotten, vonOu'tmeS Kompagnie vestzufetzen, aber der Herzog vonJoyeuse wollte seine Erlaubniß nicht dazu geben.
Ich traf diesen General in einer düstern und un-ruhigen Laune. Die Urfach seines Mißvergnügens
konnte