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unterirdischen Gange herauf seinen Namen nennen hör«ten, daß sie sogleich verlangten zu kapituliren. DieVorschläge dazu geschahen bloö durch diesen sonderbarenWeg, und der König legte, oder vielmehr schrieb vonhieraus ihnen die Bedingungen mündlich vor. Manwußte so gewiß, wie heilig ihm sein Wort war, daß^ die Belagerten gar nichts schriftliches haben wollten.
^ Sie hatten keine Ursack, dieses zu bereuen. Der König,
1 über ein so edelmüthiges Betragen entzückt, räumte! der Besatzung alle mögliche Ehrenzeichen ein, und schütz-te die Stadt vor der Plünderung. Eine Frau, welchean demselben Tage ein fettes Schwein hatte schlachtenlassen, bediente sich einer sonderbaren List, um ihrenSchatz vor der Gefräßigkeit der Soldaten zu schützen,da sie erfuhr, daß die Stadt sich ergeben hätte. Si«ließ ihren Mann sich verstecken, wickelte das tobteSchwein in Leichentücher, legte es mit Hülfe einigerFreundinnen in einen Sarg, und zog durch ihr Geschreyalle Nachbarn herbey. Die traurigen Anstalten ließensie gleich die Ursach der Wehklagen der vorgeblichenWittwe errathen. Die Geistlichen wurden dadurch sogut betrogen, als die andern; einer von ihnen führtemit Erlaubniß des Königs den Leichenzug durch die Vor-städte nach einem Kirchhofe außer der Stadt. Nachdemdie Gebräuche zu Ende, und die Nacht heran gekom-men war, giengen einige von der Frau abgeschickte Leu-te hin, um den Todten auszugraben, und ihn wiederin die Stadt zu bringen. Einige Soldaten, die sie von. dem Kirchhofe verjagen wollten, entdeckten den Betrug,
> und bemächtigten sich der Beute. Man kann leicht den-^ ken, daß sie nicht schwiegen; auch in der Stadt war dieSache schon kein Geheimniß mehr. Einer von denPriestern, dem diese Frau, durch ihre Gewissensbissegetrieben, es-entdeckte, hatte es schon überall ausge-breitet.
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