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Malicorne hatte blos aus Mangel an Gel-de den versprochnen Entsatz nicht nach Talmont *577»führen können. Da der König von Navarra von die-ser Furcht befreiet war, führte er feine Truppen gegenChizay. Fayolle vertheidigte diesen Ort vortrefflich,und bediente sich vorzüglich einer Feldschlange, welche-das einzige Stück Geschütz war, das er besaß, mit vie,ler Wirkung. Ec ergab sich nicht eher, als bis er anallem möglichen Mangel litt. Ich kann nicht umhin,einer sonderbaren Begebenheit, die sich dabey zutrug,zu erwähnen. Die Prinzessin von Navarra hatte ihrenHaushofmeister mit einem Briefe an den König, ihrenBruder geschickt; eine Kugel aus der Feldschlange trafdas Pferd dieses Mannes in den Hinterleib, und kamam Bug wieder heraus, ohne das Pferd umzuwerfen,welches noch länger als eine halbe Viertelstunde stehenblieb.
Ein Büchsenschuß richtete ein weit größeres Un-glück an. Ein Edelmann, der einen wichtigen münd-lichen Auftrag hatte, näherte sich dem König von Na-varra; kaum hatte er so viel Zeit gehabt, ihm zu sagen,daß er von Heidelberg im Namen der Herren vonClair-vant und Guitry käme, so traf ihn eine Kugel vor denKopf, und streckte ihn todt zu den Füssen des König-Hin. Dieser Offizier sollte, wie man nachher erfahrenhat, ihm die Nachricht bringen, daß die Reiter und dieandern protestantischen Truppen aus Deutschland bereitwären, nach Frankreich zu kommen, und ihn zugleichfragen, welchen Weg er . ihnen zu nehmen besohle»Einige hatten gewollt, sie sollten durch Lothringen mar-schieren, wo die Ligue am stärksten war. Andre behaup-teten, sie müßten ihren Weg durch Bourbonnais, undvon da durch Berry und Poicou, die Loire entlang, neh-men. Die Herren von Montmvrency und ChatillonN. Denkwürdigk. I. B. H wols-