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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
111
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nicht geändert hätte, sondern immer die Vereinigungeifrizst wünschte. Mein Herr wünschte sie nicht we-niger. In den Depeschen, die ich fast täglich erhielt,ermahnte er mich, alles anznwenden, um sie zu Stan-de zu bringen, und selbst, wenn es seyn müßte, dazuetwas von seinen Vortheilen aufzuopfern.

So bald ich nach Saint-Maur zurückgekommenwar, und dem Könige von meiner Reise Rechenschaftgegeben hakte, warf ich die Frage auf, wie man sichdieser 16020 Schweißer bedienen, und welchen Wegman sie nehmen lasten wollte. Dtr König verlangte,daß sie alle in die Gegenden um Paris verlegt werdensollten, damit er im Fall der Noth sich ihrer gegen diest'gue bedienen könnte. Ich suhlte den Nachcheil, deraus dieser Einrichtung entstehen könnte, und gab daherüber diesen Punkt nicht eher nach, als bis es mir derKönig von Navarra ausdrücklich befohlen hatte, der esnicht für rathsam hielt, um einer solchen Kleinigkeit wil-len den Vergleich au fzugeben. Man wird bald sehen,ob es eine solche Kleinigkeit war, als er glaubte, undwas diese unzeitige Gefälligkeit für Folgen hatte.

Da der Vergleich zwischen den beyden Königennur unter den Bedingungen, welche ich angezeigt habe,geschloffen war, so dachte ich wieder darauf, den Hofzu verlassen. Ich ließ Niemanden als Marsilliere zuParis, unter dem Vorwand, die angefangne Unterhand-lung fortzufehen; eigentlich aber war er mir blos ge-folgt, mg bey der ersten günstigen Gelegenheit, mitHülfe der Herren von Clairvant und Gurtry nachDeutschland zu gehen. Er richtete dort seinen Auftrag,die Absendung. eines Korps deutscher Truppen zu beför-dern, welche die dortigen Protestanten dem Königs vonNavarra versprochen hatten, glücklich aus. Ich selbstbliest nur acht Tage bey meiner Gemahlin zu Roßny,