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verliehrm würde, ohne deswegen nur einen Einzigenihrer Anhänger von der Ligue loszureissen; im Gegen-theil würde dieser Beweis von Schwachheit nur denStolz ihrer gemeinschaftlichen Feinde erhöhen. DerKönig suchte mich zu widerlegen, ich beharrte aber stetsdabey, zu behaupten, daß mein Herr, wenn er das vor-geschlagne Mittel ergriffe, ihm weiter nichts, als blosseine eigne Person zubringsn würde; wenn er hingegen,ohne die Aufopferung seiner Religion zu verlangen, ihmdie Hand reichen wollte, so würde er sich durch cige sehrmächtige Partey in dem Staate verstärken. Ich legtedieselben Gründe der Königin Mutter vor, und ichmerkte, daß Veyden die Starke derselben einleuchtendwar, daß sie aber dennoch allein durch die Furcht vor denVeränderungen, welche durch ihre Vereinigung miteinen: Fürsten von der reformirten Religion entstehenkönnten, zurück gehalten wurden. Demungeachtet gabich noch die Hofnung nicht auf, sie so weit zu bringen,daß sie diesen wichtigen Schritt thäten; und die nichtnur gnädige, sondern auch freimüthige und offenherzigeArt, mit der sie sich gegen mich betrugen, machte, daßich mir schmeichelte, es würde mir endlich noch gelingen.
Ich verließ sie in diesen günstigen Gesinnungenund gieng nach Paris, um mich mit den Schweitzern zuunterreden. Bey ihnen hatte ich nicht so viel Mühe,sie zu meinen Absichten zu bereden; es kostete mir nichts«lö einigen Aufwand auf die Tafel und besonders aufguten Wein, dafür versprachen sie mir ohne weitere Be-dingung zwanzigtausend Mann Hülfscruppen, von de-nen nur viertausend in Dauphine bleiben, die andernjechSzehnkausend aber zum Dienst und nach dem Belie-ben der beyden Könige gebraucht werden sollten. DerKönig ließ mich noch durch dis Herren von Lenvncourt,Poigny und Brulart versichern, daß er seine Gesinnung