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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
101
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Der Prinz von Conde' selbst war nahe hinter die-sen vier Kompagnien. Er fand meine Unternehmungso kühn, daß er kaum seinen Augen trauen wollte. Wirübernachteten auf dieser Stelle, nachdem wir eine sehrsparsame Abendmalzeit auf hölzernen Tellern verzehrthatten. Bey unsrer Trennung wollte der Prinz, dermit einer so geringen Begleitung keinesweges im Stan-de war, nur einem starken Haufen, vielweniger einerköniglichen Armee die Spitze zu biethen, und der sichnoch dazu in einer Gegend befand, wo man ihn überallsuchte, mich bereden, ihn mit mir zu nehmen, und füreinen bloßen Edelmann auezugeben. Aber man kannteihn zu gut; ich hatte ihn nicht retten können, und michmit ihm ins Verderben gestürzt. Ich bath ihn daher,mich zu entschuldigen. Dasselbe Kompliment machteich dem Herzog Claudius von Trimouille, und nahm blosdie Herren von Fors, dü Pleßis, Verac und d' Ora-dour^mit. Der Prinz befand sich nun in großer Ver-legenheit, und da er es für noch gefährlicher hielt, mit-ten zwischen seinen zwöifhundert Pferden zu bleiben, alsganz in der Stille fort zu eilen; so theilte er sie in klein«Haufen, von denen der stärkste nur von zwanzig Pfer-den war, ließ sie alle abgelegne Fußstege nehmen, undentkam selbst, indem er auch solche Nebenwege suchte,mit noch eilf andern, durch ein Glück, von dem manwenig Beyspiele hat, den Nachstellungen seiner Feinde.

Mein Glück war im Grunde nicht geringer. Znder bisher gebrauchten List fügte ich noch eine andre hin-zu, die wirklich Wunder thak. Ich ließ mir das Kinnabscheeren, und legte den Knebelbart ab, um jünger zuscheinen, und gab mich für einen von meinen Brüdernaus. Dieß verstellte mich jedoch nicht so gut, daß ichnicht überall, wo ich durchkam, hatte sagen hören, ichsähe meinem Bruder, dem Hugenotten, außerordentlichG ahn5