78
tiach Antwerpen zurückzukehren, und sich der Stadt mitgewaffneter Hand zu bemächtigen. In der Thak auchsiürzten sie hinein, als hätten sie sie mit Sturm erobert,und schrien: sch lag todt, schlag todt! die Stadtist unser! Es lebe die Messe! Aber ihr Tri-umph war kurz. Der Prinz von Oranien, der alleSchritte Monsieurs beobachtete, gab überall so guteBefehle, oder vielmehr ließ die, welche er schon gegebenhalte, so genau ausführen, daß die Soldaten Monsieurszurückgetrieben, nisdergehauen, oder großtentheils überdie Stadtmauer in den Graben gestürzt wurden, dennes war ein solcher Schrecken unter ihnen Angerissen,daß die, welche nicht aus den Thoren konnten, die schnelldurch dir Menge Leichnamme verstopft wurden, sich alleüber die Mauren retten wollten.
Ich hakte mich um 2 Uhr Nachmittags zu Pferdegeseht, um Monsieur im Felde zu treffen. Aber ichwar noch nicht aus der Stadt, so hörte ich schon daserste Geschrei) der Angreiffenden, und fast zu gleicherZeit begegnete ich dem Prinzen von Oranien, der mirund noch einigen hugenottischen Edelleuten, die bey mirwaren, zurief, wir sollten uns in seine Wohnung flüch-ten. Als Franzosen stand uns in diesem Augenblicküberall in der Stadt die größte Gefahr bevor, und alsProtestanten drohete uns keine geringere von der Fran-,zösischen Armee, wenn sie sich der Stadt bemeistert hät-te. Wir folgten seinem Rath, und sahen ihn nicht eherwieder, als bis er die Ruhe in der Skadc völlig herge-stellt hatte. Die große Mühe, die er sich gab, die Fla-mänder zu besänftigen, und sie einen so unverzeihlichenSchritt vergessen zu machen, ist ein hinreichender Be-weis, daß er nur mit dem größten Widerwillen, undblos um der nöthigen Selbstvertheidigung willen, sichzu eitler Handlung entschloß, die kein Franzose mißbil-ligte.