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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
75
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die Wachen des Herrn von Jnchy und bemächtigte sich,des Schlosses. Dieß ganze Stück war eine Erfindungdes Prinzen, der bey dem Gouverneur eine Aufrichtig-keit vorgusseHte, die ihm selber remv war. Sobaldd' Jnchy seines Unglücks gewiß war, beklagte er sichbitterlich darüber bey Monsieur, der ihn stakt aller Ant-wort mit einem spöttischen Gelachter über seine picar-dische Aussprache absertigke, und ihm das Schloß rau-men hieß, worüber er dem Balagny das Commandogab. Er glaubte, daß d' Jnchy durch das Herzogthumund die Stadt Chateau-Thierry, welche er ihm schenkte,genug entschädigt wäre; aber dieser, der den Unterschiedzwischen dem, was man ihm gab, und was man ihmnahm, sehr wohl einsah, überließ sich der Verzweiflung,und suchte den Tod, den er auch bald nachher in einemScharmützel fand.

Hierauf gieng Monsieur nach Frankreich zurück,ungeachtet der Bitten seiner neuen Unkerthanen, welcheihm versicherten, daß sobald er nur noch fünf oder sechsPlätze, die Einzigen, die von einiger Wichtigkeit waren,weggenommsn hatte, ganz Flandern sich ihm ergebenwürde. Aber er wollte seine Vorbereitungen zu derReise nach England machen, die er auch bald nachherantrat. Alle Geschichtschreiber haben erzählt, wie dieKönigin Elisabeth ihn ausnahm, und selbst eine Artvon Verbindung mit ihm eingieng,'ich werde also weiternichts davon sagen, ob ich gleich ihn auf dieser Reise"begleitete.

Voll von den schmeichelhaftesten Hofnungen kam1582. Monsieur aus England nach Seeland zurück. Ecgieng über Lillo nach Antwerpen, wo ihn der Prinzvon Oranien, in Gegenwart des Prinz-Dauphins unddes ganzen Adels des Landes, der seine Freude aus tau-send Arten an den Tag legte, zum Herzog von Bra-