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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
70
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>,Er besitzt so wenrg Mukh, hat ein so falsches und bösesHerz, einen so übel gebauten Körper, so wenig einn-ch-mcndes in seinem Anstand, und ist so ungeschickt inallen Uebüngen, daß ich mich unmöglich überredenkann, er werde je etwas Großes zu Stande bringen."

Der König von Navarra hatte während ihrer Ge-fangenschaft Zeit gehabt, diesen Prinzen von Grundaus kennen zu lernen. Sein Gedächcniß rief ihm indiesem Augenblick eine Menge Züge zurück, welche ihnzu der Vermuchung bewogen, daß er ganz gewiß ineinem so edlen aber auch so gewagten Unternehmenscheitern würde. Er erzählte verschiedne Anekdoten vonihm; daß er beym Ringeirennen gegen dis Pfeiler ge-reimt sey, und ein andermal, da er sein Pferd Haberummeln wollen, so plump herunter gefallen sey, daß -sein Stallmeister ihm nicht anders habe die Schandeeines so ungeschickten Falls erspahren können als indemer unvermerkt in der Geschwindigkeit die Zügel seinesPferdes zerschnitt; daß er eben so ungeschickt im Tanzen,auf der Jagd und in allen andern Übungen sey. Daßer aber, anstatt diese Nakurfehler zu erkennen, und siegewissermaßen durch Bescheidenheit und Freymüchig-keit wieder aut zu machen, vielmehr ins Geheim einenredlichen Haß auf alle die werfe, welche von der Naturmehr begünstigt waren. Der König vor Navarrakonnte in der That hierüber aus Erfahrung reden. DerVorzug, welchen die Damen ihm von Monsieur gaben,

seine Nebenbuhlerschaft mit ihm bey der

Frau von

Sauves, und andre ähnliche Hofgeschichten hatten ihnzum Gegenstände der Eifersucht dieses Prinzen gemacht.Alle diese einzelnen Umstände, die an sich unbedeutendwaren, haben mir wichtiger geschienen, so oft ich be-dacht habe, wie genau der Erfolg die Vermuchungmdes Königs Navarra gerechtfertigt hat. Er setzte noch' hin-