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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
69
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ken können, ohne von dem lebhaftesten Gefühl seiner.'Großmulh, und der Zuneigung, die er dabey für michäußerte, durchdrungen zu werden, und ohne zugleichden Scharfsinn seines Geistes und die Richtigkeit seinerFolgerungen zu bewundern.Iezt" sagte, er, sobaldci'Ojj ich davon geredet hatte, ihn zu verlassen,jezt werden,,wir euch ganz verliehren. Ihr werdet ein Flamänder,Nfwi,und ein Papist werden." Ich versicherte ihm, daßn weder das eine noch das andere geschehen-sollte; daßich mir aber einen ewigen Vorwurf würde zu machenMH haben, wenn ich aus Mangel an Ehrerbietung gegeneMU meine Verwandten und aus bloßer Bequemlichkeit michÄkrz, der größten Güter beraubte, welche mir von den HausernÄttej Bethüne, Melün und Horn zufallen könnten. Dieser!i mi« Grund allein Habs mich bewogen, dem Herzog von An-» M jou nur auf kurze Zeit zu folgen. Ich schwur ihm, daß^ E nachher nichts in der Welt mehr mich abhalten sollte,mich meiner Neigung zu überlassen, und mich allein«>, s ü seinem Dienst zu weihen. Wenn er unterdessen abermich nökhig haben sollte, so würde ich gleich auf seinen!. ersten Wink Flandern verlassen. Nachher jagte ermir davon, daß man ihm prophezeiet hatte, er wür-^ deeinmal König von Frankreich werden; ich erzählte' ihn; dagegen, dass man auch mir ein großes Glück vor-^ ^ her verkündigt hätte. Ist) Habs lange Zeit die Schwach--heit gehabt, diesen vorgeblichen Weissagungen Klauben. ^ beyzumessen, aber der König von Navarra hielt dafür,i paß die Religion uns gegen diese boshaften Wahrsager,so nannte er sie, Verachtung einflößen müsse. Er hattejn seiner Brust ein weit sicherers Orakel, an seiner ge-nauen Kenntniß von dem Charakter und der Person desHerzogs von, Anjou, und an jenem durchdringendenScharfsinn, der ihm oft beynahe die Zukunft enthüllte,ill! ä""Ich müßte mich sehr in ihm betrügen" sagte er,wenner je die Hosnung erfüllt, die man von ihm gefaßt hat.^ E zEr

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