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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
67
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Zweytes Buch.

«^-ne Königin Mutter hatte jezt die Hofnung aufqs-geben, den lezten ihrer Söhne mit der Königin ^nEngland zu vermählen. Fruchtbar in Entwürfen zurVergrößerung ihres Hauses, und noch mehr zur Er-reichung ihrer Privatabsichcm i ö, richtete sie jezt ihrAugenmerk auf Flandern, welches sie ihm als ein un-umschränktes Fürsienchum zu verschaffen unternommenhalte. Gleich) anfangs hatte sie deshalb einige vergeb-liche Versuche bey den Niederländern gemacht, welchedamals noch glaubten, die Rache Spaniens besänftigenzu können, wenn sie sich wenigstens einen Herrn ausdem Oesireichischen Hause wählten, und daher ungeach-tet der mächtigen Bewerbung Katharinens diese Ehredem Erzherzog Matthias übertrugen. Matthias warein schwacher Prinz, und gänzlich von den Eigenschaftenentblößt, die einem Fürsten nöchig sind, vorzüglich beyeiner Gelegenheit, wie diese, wo es daraus ankam, mitfeiner Person zu bezahlen. Man fieng an, ihn zu ver-achten, und er machte sich völlig bey dem Ade! verhaßt-,indem er allen Großen des Landes den Prinzen von Ora-nien vorzog, den erzürn Oberbefehlshaber seiner Ar-meen ernannte. Die Fiamander, dieses neuen Herrnüberdrüßig 2), dachten nun bloß darauf, ihn wieder loßzu werden, und warfen ihre Augen auf den BruderHeinrichs Itt. als einen Prinzen, der im Stande war,sie durch sich selbst, und durch den mächtigen Schutz vonFrankreich zu unterstützen.

Er war zu Coutraö, da die Abgeordneten der ver-einigten Provinzen ankamen, ihm ihr Anerbieten zuthun. Er nahm es mit Freuden an, und verschob seineE 2 Abrei-