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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
66
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sogar an seinem Hofe, und ich verdiente, meinen Kopfzu verließren, wenn er mit mir nach der strengen Ge-rechtigkeit verfahren wollte. Ich hakte meinen Fehlerdurch ein aufrichtiges Gestandniß wieder gut machenkönnen, aber ich verdoppelte ihn durch ein noch weitgrößeres Vergehen. lieber seine Drohung aufgebracht,antwortete ich unüberlegt, ich wäre weder sein Unker-than noch sein Vasall, und drohete ihm von meinerSeite/ seine Dienste zu verlassen. Er nahm meine ^Unverschämtheit mir der gebührenden Verachtung auf,und ich war im Begriff, mich den Augenblick, und viel-leicht auf immer von der Perfon dieses guten Fürsten zutrennen, wenn nicht die Prinzessinen es über sich ge-nommen hätten, ihn mit mir auszuföhnen. Er gabder Freundschaft, die er für mich Harts, Gehör, undbegnügce sich blos, mich die Größe meines Fehlers da-durch empfinden zu lassen, daß er mir einige Zeit sehrkalt begegnete. Endlich/ nachdem er von der Aufrich-tigkeit meiner Reue hinlänglich überzeugt war, schenkteer mir seine ersten Gesinnungen wieder. Dieser Zugvon Güte lehrte mich einsehen, wie sehr dieser menschen-freundliche Fürst es verdiente, daß man sich ihm ganzund gar widmete. Auch verband ich mich von nun annoch fester mit ihm, und beschloß, nie einem andernHerrn zu dienen. Dennoch wurde ich durch ein unbe-sonnenes Versprechen / welches ich ehmals dem Herzogvon Aleneon gekhün hatte, gezwungen, mich auf einigeZeit von ihm zu entfernen.

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