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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
59
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Entkräftung,dem Gewicht unsrer Waffen und der entsetz»lichen Hitze kamen nun noch die Wunden hinzu, welcheuns völlig den Rest unsrer Kräfte benahmen. Es warkeiner, dem nicht die Füße wund und so voll Blut ge-wesen wwen, daß wir fast nicht mehr stehen konnten.Die Bürger, welche keine von diesen Unbequemlichkei-ten empfanden, und unsre kleine Anzahl immer deut-licher sahen, dachten gar nicht daran, sich zu ergeben,sondern suchten den Streit in die Lange zu ziehen, bisder Entsatz, den sie in der Nahe wußten, ankommenwürde. Sie stießen ein heftiges Geschrey aus, undwurden durch unsre Hartnäckigkeit immer mehr erbit-tert. Zwar griffen sie uns nicht mit Macht an, aberihre schwache Vertheidigung war doch hinreichend, unszu zwingen, stets auf unsrer Hut zu seyn, welches unsvollends zu Boden drückte. In dieser äußersten Nsthnäherten sich die vornehmsten Offiziers dem Könige,riechen ihm, so viel Leute, als er könnte, um seinePerson zu versammlen, und sich durch zu schlagen. Sieverdoppelten chre Bitten, da sich das Gerücht verbreite-te, daß die erwartete Hülfe wirklich schon vor der Stadtangekommen sey, und so bald sie nur würde eine Oefnungin der Mauer gemacht haben, herein dringen werde.Aber dieser tapfre Fürst, den nichts Niederschlagen,nichts in Furcht setzen konnte, überwand den Schmerz,den ihm seine Wunden verursachten, und wendete sichgegen sie mit einem lächelnden Gesicht und einer Minevoll Zuversicht, die auch dem Geringsten gleiche Gefühleeinstvßte, und sagte ihnen blos die wenigen Worte:Dort oben ist's beschlossen, was jetzt aus mir werdensoll. Denkt, daß mein Rückzug aus dieser Stadt,ohne sie erobert zu haben, mein Tod seyn würde.Meine Ehre beruhet zu sehr darauf, als daß ich an-ders könnte. Also rede man mir von nichts mehr, alsvon fechten, von siegen oder sterben!"

Durch