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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
58
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Hülfe des Herrn la Versichere und meines Kammerdie-ners wieder auf. Wir kamen nur wenig vorwärts, weilan dis Stelle der Haufen, Lis wir außer Stand setztenzu fechten, stets frische Truppen wieder anrückten, sodaß wir schon mehr als zwölf Gefechte geliefert hatten,ehe wir den großen Platz erreichten. Ich wurde am linkenSchenke! verwundet, weil in dem Handgemenge meineBeinschienen losgegangen waren. Als wir den Markt-platz erreichten, fanden wir die Zugänge verrammelt;wir mußten uns mit unglaublicher Mühe durcharbeiten,und waren dabey unaufhörlich dem Feuer des GeschützesauSgeseßt, daß man in eine Batterie aufgefahren hotte.Der König war bey allen diesen Angriffen stets an derSpitze; er zerbrach dabey zwo Hallebarden, und bekam ausseine« Küraß verschie-ne Kugeln und Säbelhiebe. Wirhatten bereits genug gechan, um einen schönen Sieg zuverdienen; aber wenn wir betrachteten, was uns nochzu thun übrig war, so hatten wir in der That noch kaumangefangen. Die Stadt hatte einen so großen Umfang,und enthielt eine solche Menge Soldaten, daß wir imVergleich mit ihnen nur.eine Handvoll Menschen waren.So off zwo Straßen sich kreutzten, mußten wir einTreffen liefern; bey jedem steinernen Hause, Sturmlauffeu. Jeder Schritt wurde so gut vertheidigt, daßder König stets alle feine Leute nöthig, und wir keinenAugenblick Zeit hatten, Athem zu schöpfen.

Kaum wird man cs glauben, daß wir fünf ganzerTage und Nächte bey dieser heftigen Anstrengung zu-brachten. Während dieser ganzen Zeit durfte es keinerwagen, nur einen Augenblick seine Waffen abzulegen,keiner sich von den Andern entfernen, oder etwas genies-ten, anders, als mit den Waffen in der Hand, keiner aus-ruheu, ausgenommen daß man sich etwa stehend einigeMmuten an die Gewölbe lehnte. Zu der Ermüdung, der