verdienen hier eine ehrenvolle Erwehmmg. Der Vi-komte von Hortes, Stadthalter von Bayonne, hatte disedle Dreistigkeit, dein Könige, der ihm eigenhändig ge-schrieben hatte, zu antworten, er dürfte in dieser Sachenicht den geringsten Gehorsam erwarten.
Man schaßt die Anzahl der binnen acht Tagen imganzen Königreich umgebrachten Protestanten auf sie-benzig tausend. Dieser entsetzliche Schlag verbreiteteeinen solchen Schrecken unter der ganzen Partei baß siesich selbst für verlohren hielt, und man von nichts mehrsprach, als von Unterwerfung oder Flucht in fremdeLander. Ein unerwarteter kühner Streich hinderte nocheinmal diesen Entschluß. Ein reformirter Edelmann,Namens Reiners 74), der durch eine Art von Wunderden Händen des Herrn von Vesinö, seines grausamsten> Feindes, entgangen war, rettete sich mit dem Eikomtsvon Gourdon und achtzig . Pferden nach Montauban.Aber er fand diese Stadt in solcher Bestürzung, undso wenig im Stande, sich gegen die Truppen, mit wel-chen Montlüc sich näherte, zu vertheidigen, daß er selbstin Gefahr kam, dem Montlüc ausgeliesert zu werden,blos, weil er den Rath gegeben hatte, Stand zu halten»Dieß bewog ihn, sich in größter Eil zurück zu ziehen.Indem er sich von Monrauban entfernte, stieß dieserkleine Haufen in einem eingeschloßnen Thal, wo derRückzug unmöglich war, auf einen Trupp von 452Pferden von Montlücs Armee. Da ihnen nichts übrigblieb, als einen ehrenvollen Tod zu suchen, griffen siedie Feinde so wüthend an, daß sie dieß Korps theilsaus einander sprengten, theils nieder hieben. Reinerskehrte nun zurück und brachte diese gute Nachricht nachMonkauban; und nun gehorchte man ihm, und schloßdie Thore vor Montlüc. Dieser Widerstand und dieEntschlossenheit von Montauban verbreitete sich von
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