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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
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einem Ort zum andern, dreißig Städte folgten diesemBcyspie! und betrugen sich so, daß, welches man niegewagt hatte zu denken, die Protestanten jetzt die Ka-tholiken zwangen, sich selbst zu vertheidigen.

Diese hatten sogleich alle ihre Kräfte gegenRochelle und Sancerre gekehrt, und den ersten allgemei-nen Schrecken genutzt, um jene einzuschließen. Dennochschlugen diese Unternehmungen fehl. Sancerre, nach-dem es alle Gräuel einer Hungersnoth, woran man keinBcyspiel in der Geschichte hat, auögestanden hatte,machte eine Art von Vertrag mit seinen Belagerern»Rochelle vereitelte alle Bemühungen 75) des Herzogsvon Anjou, der selbst die Belagerung anführte, undseine Ernennung zu der Krone von Pohlen kam sehrgelegen, um seine Ehre zu retten. Durch einen neuenVertrag, worin NimeS und Monkauban mit einge-schloffm wurden, behauptete sich Nochelle in allen seinenRechten, und diese Städte waren die einzigen, welchedie Vortheile der letzten Edicte ungeschmählert erhielten»

Die Zeit brachte noch andere günstige Umständefür die Kalvinisten hervor. Die Königin Mutter hatteallein vor allen ihren Kindern für den Herzog von Anjoueine wahre Uebe. DieAbreise dieses Prinzen nach Pohlenverurjaa-re ihr ebenso viel Betrübniß, als sie Freudebey seinen Brüdern, dein Könige und dem Herzog vonAlencon, erregte. Dieser letzte, der durch die Entfer-nung seines Bruders Herzog von Anjou geworden war,begann große Hoffnungen auf die Krone von Frankreichzu schöpfen, da er wahrnahm, daß die schwache Gesund-beit des kinderlosen Karls sich endlich in eine tödlicheKrankheit verwandelt hatte. Er glaubte zu bemerken,daß seine Mutter sich seinem Plan widersetzte, unddies; entfernte ihn völlig von ihr. Diese Fürstin, welcheihr Zutrauen nur einigen Fremdlingen, von niedriger

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