verstehen gaben, wie schwer es ihnen würde, ihm zugehorchen ??), so verlohr er alle Mäßigung. Er sagteihnen mit einer von Zorn erstickten Stimme: „Er„wollte von seinen Unterthanen keinen Widerspruch„gegen seinen Willen mehr leiden. Sie sollten durch„ihr Veyspiel die Andern lehren, ihn als das Bild Got-tes zu verehren, und nicht mehr!die Feinde der Heil!«„genbilder seiner Mutter zu seyn".
Er hörte damit auf, daß er ihnen ankündigte, erwürde sie als Verbrecher der beleidigten Majestät Got-tes und des Königs behandeln lasten, wenn sie nichtgleich in Zie Messe gierigen. Der Tor,, mit dem dieseWorte ausgesprochen wurden, ließ sie nicht zweifeln,daß sie ernstlich waren; sie beugten sich daher unter dieGewalt, und thaten was man von ihnen verlangte. Manzwang auch Heinrichen noch, in seine Staaten einEdictzu schicken, wodurch er die Uebung jeder ander!, Reli-gion, als der Römischen, verboth. Wenn diese Unter-werfung ihm das Leben rettete, so verschaffte sie ihmübrigens keine bessere Behandlung. Er mußte bey' tausend Gelegenheiten die Grillen und das hochmüthigeBetragen des Hofes erdulden. Zu Zeiten war erfrey, dann wurde er wieder desto enger eingeschränkt,und als ein Verbrecher behandelt. Dann und wanndurften seine Leute sich ihm nähern und ihn bedienen;plötzlich verboth man uns wieder, uns sehen zu lassen.
Ich suchte diese Zeitpunkt der Muße so.nützlichals möglich anzuwenden. Freilich gab ich von der Zeitan die gelehrten Sprachen und das, was man eigent-lich die Studien nennt, auf. So sehr mein Vater siemir.auch empfohlen hatte, so war es doch unmöglich, michpoch ferner darauf zu legen, sobald ich mich dem Hofegenähert hatte. Ich entließ mit Bedauren einen vor-trefflichen Lehrmeister, den mein Vater mir gegeben hat-B 5 te;