der von Zart zu Zeit kam, mir Lebensmittel zu bringen.Nach Ablauf dieser drey Tage war endlich der Befehl,mit Plündern und Tödten inne zu halten, bekanntgemacht worden, und man zog mich nun aus meinerZelle hervor. Fast zu gleicher Zeit traten zween«Soldaten von der Leibwache, Fernere und la Vieville,Die Anhänger meines Vaters waren, in das Kollegium.Sie kamen, um zu erfahren, was aus mir gewordenMare, und waren bewaffnet, um mich mit Gewalt zunehmen, wo sie mich nur finden würden. Sie berichte-ten mein Schicksal an meinen Vater, von dem ichacht Tage nachher einen Brief erhielt. Er bezeigtem-r darin seine Angst um mich, rieth mir aber doch, inParis zu bleiben, weil der Prinz, dem ich diente , nichtmehr die Freiheit hatte, es zu verlassen; um aber dochmich keiner augenscheinlichen Gefahr auözufehen, sollterch mich entschließen, zu thun, was der Prinz selbst ge-than hatte, das heißt, in die Messe gehen.
Der König von Navarra hatte in der That keinander Mittel gesunden, sein Leben zu retten. Er wurdemit dem Prinzen von Condck zwey Stunden vor TageDurch eine Menge Soldaten von der Garde geweckt,welche ohne Umstände in das Zimmer des Louvre dran-gen , wo diese beyden schliefen, und ihnen mit Utber-muth befahlen, sich anzuziehen, und zum Könige zukommen. Man verbsrh ihnen, ihre Degen zu nehmen,und im Hinauötreten sahen sie einen Theil ihrer Edelleu-^e ohne alle Achtung vor ihren Augen niederhauen 70).Karl erwartete sie, ssm zorniges Gesicht und seine Augenblitzten Wukh. Er geboth ihnen mit seinen gewöhn-lichen Schwüren und Flüchen, die Religion zu verlassen,die sie, wie er sagte, bios angenommen hätten, uni ihrerSnpöruna zum Vorwand zu dienen. Da sie aber, un-geachtet des Zustandes, worin sie sich befanden, ihm zu