„dem du sie großmüthig besiegst, die Achtung der Män-„ner von Ehre, und vorzüglich des Herrn, dem ich,, dich übergeben werde, und in dessen Dienst zu leben„und zu sterben ich dir befehle. Bereite dich, mit„ mir zu kommen, wenn ich noch Vendome gehe, um„die Königin von Navarra und den Prinzen, ihren„ Sohn, zu treffen, und mache dich gefaßt, ihm durch„eine kleine Anrede deine Dienste anzubiethen, wenn ich„ dich ihm verstellen werde." Ich folgte ihm kurz daraufnoch Vendome 54). Er fand dorr eine gänzliche Sicher-heit und eine frohe Mine auf allen Gesichtern, die eröffentlich nicht zu bestreiten wagte. Aber fo oft er Ge-legenheit fand, mit der Königin, oder dem Prinzen,mit dem Admiral, dem Grafen Ludwig 55) und von laRochefoucault, oder den andern hugenottischen Herrenohne Zeugen zu sprechen sagte er ihnen frey heraus:Er wundere sich, daß man so schnell die so sehr gegrün-deten Ursachen zur Furcht vergessen hatte; daß über-mäßige Freundschaftsbezeugungen und Versprechungeneines ausgesöhnten Feindes eben so verdächtig und weitgefährlicher wären, als Drohungen und erklärter Haß;auch wage man nichts geringes, einen jungen Prinzen, dergegen das Vergnügen nur wenig auf feiner Hut wäre, denLockungen des wollüstigsien Hofes in der Welt auszu-seßen; und statt an eine so unglückliche Verbindung, alsdie eines Prinzen und einer Prinzessin von verschiednenReligionen zu denken, wäre es weit schicklicher, sichMühe zu geben, ihn mit der Königin von England zuvermahlen, welche ihm mißliche Dienste leisten könnte,Navarra, und vielleicht, nach Verhältnis; der Umstän-de, die Krone von Frankreich zu erlangen. Er hatteeine so starke Ahndung wegen dieser Heirath, daß erverschiedne male sagte: Wenn diese Vermählung zuParis vollzogen würde, so sähe er voraus, die Live-reien derselben würden sehr roth seyn.
Dich