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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
15
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kunst leiht, erlaubt ihnen nicht leicht, solche Uükernch-'mnngen ihren Unterthanen ungestraft hingehen zu lassen.Nnd Katharine halte noch dazu bis diesen Augenblickdarauf beharret, ihnen den Tod ihres Gemahls beyzn-messen, welches sie ihnen eben so wenig verzeihen konnte,als daß sie die Medicaer Antichristen genannt harten»Nicht weniger unbesonnen war es, sich den Parisern an-znvertrauen, deren Erbitterung und Wuth nur noch erstvor kurzem bey der Wegnehmung des GarinischenKreuhes ausgcbrochen war 53).

Mein Vater fühlte alle diese Grunde so lebhaft, daßer der osten Nachricht, die er von der Reise des Na-varr ischeu Hofes nach Paris erhielt, gar nicht glaubenwollte. Ueberzeugt, daß die gegenwärtige Stille nichtvon langer Dauer seyn würde, eilte er sie Zu nützen,um sich in Stand zu setzen, nach Rochells zu gehen,oder vielmehr mit allen -seinen Gütern sich in dieserStadt einzuschließen, gerade als alle Welt nur davonsprach, sie zu verlassen. Er wurde bald durch disKönigin selbst, welche ihn bath, bey ihrer Durchreisedurch Vendome zu ihr zu kommen, genauer unterrich-tet. Er bereitete sich, dahin abzugehen; und weiler mich mitnehmen wollte, so ließ er mich einige Tagevor seiner Abreise in sein Zimmer kommen, wo er ohneeinen andern Zeugen, als meinen Hofmeister laDüran-diere, zu mir sagte:Maximilian, weil das Herkom-,, men mir nicht erlaubt, dich zum vornehmsten Erbenmeiner Güter Zu machen, so will ich zum Ersatzsuchen, dich mit Tugenden Zu bereichern, durch welchedu, wie ich hoffe, und wie man mir voraus gesagthak, es einst zu Etwas in der Welt bringen kannst.Bereits dich also, mit Herzhaftigkeit alle die Dider- Wattigkeiten und Schwierigkeiten zu ertragen, die dirin deinem Leben begegnen werden. Erwirb dir, in

dem