«thmen, und die Ehrenstellen, welche man dort bereitsah, zu besehen, diente mehr als alles andre, um jedenZweifel zu heben. Beauvais, Boursaul, und Fran-court 46) waren die Ersten, welche sich bewegen ließen,und machten sichs nachher zur Ehrensache, die Andernzu überreden. Schon hatte man einige Worte voneiner Reise nach Paris fallen lassen. Jene drey unter-stützten diesen Vorschlag aus allen Kräften, und zeigtender Königin von Navarra, daß eine Weigerung beydieser Gelegenheit, außer dem, was sie beleidigendes fürden König hatte, auch ihr selbst alle Früchte dieseräußerst vorteilhaften Umstände, die jetzt zusammen-träfen, rauben könnte. Anfangs war man mißtrauisch,dann schwankte man einige Monathe hin und her,und end-lich ließ man sich gegen das Ende von 1571. überreden.Im Anfang des folgenden Jahrs machte man die Vor-bereitungen zu der Reise, und die Abreise selbst wurdeauf den nächsten Maymonath festgesetzt.
Es scheint, daß die Hugenotten absichtlich die Augenzuschlossen, um tausend Umstande nicht zu sehen, welcheihnen gegen die Aufrichtigkeit so verschwenderischer Ver-sprechungen hatten Zweifel erwecken sollen: Der Königund die Königin konnten sich doch nicht so gut verstellen,daß man sie nicht zuweilen hätte ergründen können.Man erfuhr, daß Karl zu Katharinen gesagt hatte:^,Nun, spiele ich meine Rolle nicht gut?" und sie zurAntwort gegeben: „Ja mein Sohn, aber man mußsie bis ans Ende gut spielen." Es war auch etwas vondem, bey den Unterhandlungen zu Vayonne 47) zwi-schen dem französischen und spanischen Hose, gefaßtenSchlüsse bekannt geworden. Der König von Navarrawar in seiner Stadthalterschaft Guyenne sehr übel em-pfangen worden. Bourdeaux hatte ihm seine Thorenicht öffnen, und der Marquis 48) von Villars, der
dort