te ihr linker dem Siegel der Verschwiegenheit, daßman entschlossen sey, Rache zu nehmen, und deshalbFlandern und Artois mit Krieg überziehen, und dieWiedergabe dieser Provinzen als alter Kronlehne, wieauch des Königreichs Navarra, fordern wolle. Der An-fang sollte damit gemacht werden, daß man HülsötruppennachMons schickte, welches der Prinz von Oranisn gz)vor kurzem den Spaniern entrissen hatte. Um die letzteHand an sein Werk zu.legen, setzte er hinzu, daß derKönig seine Augen auf den Admiral geworfen habe,um sein Heer, mit dem Titel eines VicekönigS inden Niederlanden, anzuführen. Zugleich gab manihm Vollmacht, so fort^ie Generale zu ernennen, dieunter ihm dienen sollten, so wie man ihm vorher dieWahl der Friedens-Commissarien überlassen hatte.Das Gerücht von dieser Unternehmung auf die Nieder-lande verbreitete sich so weit, daß es gewiß ist, daß derGroßherr dem Könige von Frankreich Galeeren undTruppen anbieten ließ, um eine Diversion zu machen,und ihm seine Eroberung zu erleichtern Bey derKönigin von England versäumte man nichts, was indiesen Verhältnissen nothwendig war. Montinorencywurde als Gesandter an sie geschickt. Sein Auftraglautete, nichts zu unterlassen, was diese Fürstin gewin-nen könnte, und sie zu bewegen, daß sie einen von denBrüdern des Königs zu ihrem Gemahl erwählen möch?te; eine Verbindung, sagte man, welche die Einigkeitbeyder Religionen und beyder Reiche gleich dauerhaftgründen sollte.
Tsteß Betragen/welches so ungewöhnlich freymüthigwar, hatte doch eben dadurch Verdacht erwecken sollen;nichts desto weniger that es seine Wirkung. Die Redender Hosieute trugen nicht wenig dazu bey. Die Begierde,hie Lust eines Hofes, wo das Vergnügen herrschte, zu