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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
11
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Bourgueil zu kominen, um sich mit den Rcformirteir >zr! unterreden, weiche den Schwiegersohn des Admi-rals Zy), Teligny, und die Herren von Briguemaut,Beauvais-la-Nocle, und Cavagne zu ihren Abgeord-neten ernannt hatten, und als diese Viere nachher bisParis giengen, wurden sie dort mit Liebkosungen und»,Geschenke!» überhäuft.

Der Marschall von Coße' ermangelte nicht, diesen.Anschein von Aufrichtigkeit geltend zu machen. Nach-dem er durch dieß Mitte! sich einzuschleichen gewußthatte, so begann er die Königin von Navarra ernsthaf-ter mit dem Plan zu unterhalten, ihren Sohn mit derPrinzessin-Margaretha, der Schwester des Königs vonFrankreich, zu vermählen. Er hakte den Auftrag, vonSeiten des Königs viermal hundert tausend ThalerHeirakhsgut zu versprechen. Er schlug zugleich diedritte Erbin von Kleve 40), welche eine sehr ansehn-liche Partie war, für den Prinzen von Conde; undfür den Admiral Coligny die Gräfin von Entremont 41)vor. Weil man richtig geurtheilc hakte, daß dieser amschwersten zu überreden seyn würde, so fitzte der Mar-schall von Coffe zu diesem letzten Artikel noch ein Hoch-zeitsgeschenk von hundert tausend Thalern hinzu, welcheder König dem Admiral nebst dem Grnuß aller der Kir-chengüter, die sein Bruder, der Kardinal 42) beses-sen hatte, versprach. Der Marschall von Biron 4 z)kam, um diese glänzenden Anerbietungen zu bestätigen,und gewann die Königin von Navarra völlig durch eineverstellte Vertraulichkeit, indem er ihr den Verdachtoffenbahrte, welchen man am Hofe hegte, daß der Königvon Spanien durch Gift seine Gemahlin Elisabeth44) von Frankreich aus dem Wege geräumt hätte,weil man sie fälschlich eines Liebesverstandnisseö mitdem Infanten, Don Karlos, beschuldigte. Er entdeck-te