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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
10
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Muhen ihrer Religion schien. Dieser Entschluß war.sehr weife, wenn.sie ihn nur immer standhaft befolgtHätten.

Die Königin Katharine verbarg den Verdruß, densie darüber empfand, und sprach das ganze Jahr i;?i.von nichts, als von genauer Befolgung der Verträge,und daß man eine engere Verbindung mit den Prote-stanten schließen, und sorgfältig alles vermeiden müsse,was das Kriegsftuer wieder entzünden könnte. Dreßwar der Vorwand der Gesandtschaft des Marschalls vonErste,.den sie mitMalassise und dem Regueten-Meister.Üä Proutiere zz), ihren Kreaturen und Vertrauten,nach Rochelle schickte; die eigentliche Absicht aber war,alle Schritte der Ealvinisten zu beobachten, ihre Gestn-riungeu zu erforschen, und ihnen unvermerkt das unbe-schränkte Zutrauen einzustößen, welches zu ihren Ent-würfen nothwendig war. Dabey vergaß sie von ihrerSeite nichts, was dazu dienen konnte. Der Marschallvon Mönkmorency z6) und der Präsident von Morsan57 ) wurden nach Rouen gesandt, um einige dort gegendie Hugenotten vorgefallne Ausschweifungen zu bestrafen.'Alle Verletzungen des Friedens - Traccats wurdenstrenge geahndet, und der König Karl nannte ihn nurseinen Trackat, und fernen Frieden. Er gab beyjeder Gelegenheit geschickt zu verstehen, daß er sich nurzu diesem Frieden entschlossen hätte, um sich durch diePrinzen vor, seinem Geblüt gegen das zu große Ansehnder Guisen zu verstärken, welche er beschuldigte, daßsie ein geheimes Verstandniß mit Spanien hätten, mirdas Reich in Verwirrung zu setzen z8). Auch schienendiese täglich in seiner Gunst zu fallen, und ihre verstell-ten oder aufrichtigen Klagen gaben diesem Gerüchtden größten Anschein von Wahrheit. Karl machte so-gar nicht die geringste Schwierigkeit, bis Blois und

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