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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
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ne Rechte, um welchen Preis es auch seyn möchte, zuvertheidigen, begann er Friedens Unterhandlungen mitSpanien. Für den König, seinen Herrn, war der Frie-de nicht sehr rühmlich; aber er befreiete ihn selbst ausder Gefangenschaft. Bald nachher verlohr er alles inder Person König Heinrichs II. der mitten in demPomp des Beilagers seiner Tochter mit dem König vonSpanien, welches bas Siegel des Friedens war, getöd-tet wurde 28). Sein Nachfolger, Franz ll. war jung,schwach und kränklich; und da er mit der Nichte desHerzogs von Guise 29) vermahlt war, so kam nun dieReihe an diesen, allein den König und das Reich zubeherrschen. In die Hände eines grausamem Feindeshatten die.Protestanten nicht fallen können. Er be-schäfftigte sich mit weitumfassenden Entwürfen, und be-reitete Frankreich die sonderbarsten Begebenheiten, als erauf einmal selbst den Wechsel des Glücks erfuhr. Erhatte nicht auf den Tod des Königs gerechnet, und eineOhrenkrankheit ?o) riß diesen Fürsten plötzlich hin.Die Regierung seines Bruders, Karls des IX. der nochein Kind war, hatte das sonderbare, daß das höchsteAnsehn zwischen der Königin Mutter, den Prinzen vomGeblüt, den Guisen und dem Connecable fast gleichvertheilt schien. Eigentlich suchte sich erst jeder in ge-heim eine Partey zu machen. Das gute Glück desHerzogs von Guise stellte ihn zum andern male an dieSpitze der Angelegenheiten, dadurch, daß Katharinesich mit ihm vereinigte; sie gründete sogar auf dieseVereinigung den Hauptpunkt ihrer Staatskunst. Manbehauptet, daß der Haß, den sie damals gegen diePrinzen von Bourbon zu zeigen anfieng, am meisten da-zu beytrug; diese Abneigung sollte daher gerührt haben,daß Katharine, auf die Versicherung eines Sterndeuters,sich in den Kopf gesetzt hatte, daß keiner von ihrenSöhnen Nachkommen haben, und folglich die Krone

auf