, - Um - sich einen richtigen Begriff- so wohl von demallgemeinen Zustande der französischen Regierung, alsauch insbesondre von den Angelegenheiten des jungenPrinzen von Navarra, und von dem- was er in diesemZeitpunkte zu hoffen oder zu furchten hacke, zu machen,ist eZ nothwendig, in einem kurzen Abriß die verschrob-nen Schritte des Ministeriums, vor Md nach demTode seines Vaters, des Königs vock Navarra 24), dervor Rouen blieb, darzusielle-i. Ich werde daher bisauf den Bruch, der den Krieg zwischen Heinrich"li. und dem König von Spanien, Philipp !I. wie-der erneuerte, zurück gehen. Von welcher Seite dieserKrieg auch mag veranlasset worden seyn, so waren disFolgen desselben nicht so günstig für Frankreich, daß sieden Absichten der bsyden Männer, die ihn angerathenhatten, entsprochen hätten. Dieses waren der Conne»-table von Montmorency 2 5) und der Herzog von Gui-se 26), welche beyde hofften, daß die Unruhen ihnen cmMittel darbieten würden, einander zu verdrängen. Siefanden beyde in diesem, Kriege Beschäfftigung genug.Der Herzog von Guise gieng an der Spitze eurer star-ken Armee noch Italien, wo er nichts ausrichtete, dasseines Rufs würdig gewesen wäre; aber demConnetab«'le gieng es noch übler. Er hatte für sich den glänzend-sten Auftrag gewählt, das Kommando des Heers inFlandern; er verlohr Saint Quentin, und die berühmteSchlacht bey diesem Orte, wo er selbst zum Gefangnengemacht wurde, und kurz nach dieser Niederlage wurdeThermes 27) bey Gravelines geschlagen. Für denHerzog von Guise waren diese unglücklichen Begeben-heiten äußerst erwünscht. Sie veranlasst«.'!!, daß er ausItalien zurück gerufen wurde, um allein an die Spitzedes StaatSrathS und der Armeen zu treten, mit welchener Calais eroberte. Der Connecable fühlte in seiner,Gefangenschaft diesen Streich sehr lebhaft, und um sei».
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