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war sieben Jahre älter, als ich, und trat, bey demFrieden von 1570 m fein achtzehentes Jahr 19).Eine edle, offne und einnehmende Gestchtsbildung, un-gezwungne, lebhafte und frohe Sitten, und eine son-Derbare Geschicklichkeit in allen Uebungen, die man indiesem Alter treibt, machten, daß alle Herzen sich zuihm hin neigten. Schon früh 20) zeigte er Spuren vonjenen großen kriegerischen Eigenschaften, die ihn so sehrrmter den andern Fürsten ausgezeichnet haben. Starkund unermüdlich durch seine früheste Erziehung 21),war Arbeit seine Glückseligkeit, und er schien ungedul-dig der Gelegenheiten zu harren, wo er Ruhm erwer-ben könnte. Der Thron von Frankreich war nochnicht der Gegenstand, wornach sein Verlangen strebenkonnte, aber er unterhielt sich gern mit den Mitteln,die Krone von Navarra wieder zu erlangen, weiche> Spanien seinem Hause so ungerechter Weise entrissen
t hatte, und kr heffte, diesen Zweck durch geheime Ver-
^ ssändiüsss 2 2) mit den Spanischen Mauren zu erreichen.
Sein Haß gegen diese Macht war offenbar, und hatihn nie verlassen; auch war er ihm angebohrcn. Erfühl-te durch die Nachrichten von der Schlacht bey Kpan-to 2g), die damals geliefert wurde, seinen Mnth so er-hitzt, daß es einer seiner brennendsten Wünsche ward,«ine ähnliche Gelegenheit zu finden, sich gegen die Un-gläubigen hervor zu thun. Nur selten verlohr er diegroßen und schmeichelhaften Hoffnungen aus dem Ge-sicht , welche die Wahrsager einmüthig ihm ein geflößthatten. Er sah den Grund dazu in der Zuneigung,welche Karl IX. zu ihm zu fassen schien, und welche sichnoch kurz vor dem Tode desselben sehr vermehrte. Aberso sehr er auch von seinen künftigen Schicksalen erfülltwar, so arbeitete er doch nur in geheim daran, sie zubefördern, und entdeckte sich darüber gegen niemand,als nur gegen eine kleine Anzahl seiner innigsten Ver-trauten. Um