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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
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her, der von Allen, die diesen Namen geführt haben,am wenigsten reich war. Da der älteste Zweig dreymaldurch Töchter fortgepflanzt wurde, so fielen alle diegroßen Güter, welche er in vcrfchiednen Ländern vonEuropa besaß, nicht an die Seitenlinien, sondern kamenan die königlichen Hauser, wo die Töchter hinein ge-hsirathet hatten. Meine besondern Vorfahren ver-schafften durch vortheilhafte Heirathen ihrem Stammedas wieder, was ihm fehlte, um die Würde seinesNamens zu behaupten; aber alle diese Reichthümevwurden durch die schlechte Wirtschaft und die Ver-schwendung meines Großvaters iz) fast gänzlich zer-streut, der seinem Sohn - meinem Vater nichtsübrig ließ, als das Vermögen meiner GroßmutterAnnevon Melün, welches er ihm nicht nehmenkonnte.

Was mich persönlich anbetrifft, so gieng ich in derZeit, von der seht die Rede ist, in mein elftes Jahr, dennich bin den izten December 1560 gebohren. Obgleichich nur der zweite i6) von vier Söhnen war, so mach-ten doch die natürlichen Schwachheiten meines ältestenBruders 17), daß mein Vater mich schon von da anals das künftige Haupt der Familie betrachtete, umso mehr, da ich alle Zeichen einer starken Leibesbeschaf-fenheit hatte. Meine Eltern erzogen mich in den Ge-sinnungen und der Lehre der Reformirten, und diesehabe ich auch jederzeit bekannt, ohne daß weder Dro-hungen noch Versprechungen, noch die verfchiednen Be-gebenheiten während meines Lebens, selbst nicht dieReligionsveränderung des Königs, meines Beschützers,und sein freundschaftlichstes Zureden mich hätten be-wegen können, ihr zu entsagen. .

Heinrich 18), König von Navarra, der den vor-züglichsten Ansheil an diesen Memoiren haben wird,

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