welche d. Reg. Heinrichs IV rc. i. vn
Heinrichs Söhnen, einen Prinzen von nicht mehrals zehen Jahren, jenen unglücklichen Jüngling, des.sen Nahmen das Blutbad der Bartholomäusnachteiner schrecklichen Unsterblichkeit weiht. Unterunglücksvvllen Zeichen begann diese finstre Regie,rung. Ein naher Verwandter des Monarchen ander Schwelle des Blutgerüstes, ein andrer aus denHänden der Meuchelmörder nur eben durch einenZufall entronnen; beide Hälften der Nation gegeneinander im Aufruhr begriffen, und ein Theil der-selben schon die Hand am Schwert; die Fackeldes Fanatismus geschwungen; von ferne schon dashohle Donnern eines bürgerlichen Kriegs; derganze Staat auf dem Wege zu seiner Zertrümme-rung. Verrätherey im Innern des Hofes, im In-nern der königlichen Familie Zwiespalt und Arg-wohn. Im K arakter der Nation eine widersprechen-de schreckliche Mischung von blindem Aberglauben,von lächerlicher Mystik und von Freigeisterey; vonRohigkcit der Gefühle, und verfeinerter Sinnlich,keit; hier die Köpfe durch eine fanatische Monchs-religion verfinstert, dort durch einen noch schlimmemUnglauben der Karakter verwildert; beide Extre-me des Wahnsinns in fürchterlichem Bunde ge-paart.