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Gesch. d. französ. Unruhen
paart. Unter Den Großen selbst mordgewohnteHände, truggcwohnte Lippen, naturwidrige empö-rende Laster, die bald genug alle Klassen des Volksmit ihrem Gifte durchdringen werden.. Auf demThrone ein Unmündiger, in machiavellischen Künstenaufgesaugt, heranwachsend unter bürgerlichen Stür-men, durch Fanatiker und Schmeichler erzogen,unterrichtet im Betrüge, unbekannt mit dem Gehor-sam eines glücklichen Volks, ungeübt im Verzeihen,nur durch chas schreckliche Recht des Strafens sei-nes Herrscheramtes sich bewußt, durch Krieg undHenker vertraut gemacht mit dem Blut seiner Un-terthanen! — Von den Drangsalen eines offen-baren Krieges stürzt der ungläcksvolle Staat in dieschreckliche Schlinge einer verborgen laurenden Ver-schwörung ; von der Anarchie einer vormundschaft-lichen Regierung befreyt ihn nur eine kurze fürchter-liche Ruhe, während welcher der Meuchelmord seineDolche schleift. Frankreichs traurigster Zeitraum, beginnt mit der Thronbesteigung Karls des Neun-ten, um über ein Menschenalter lang zu dauren,undnicht eher als in der glorreichen Regierung Hein-richs von Navarra zu endigen.
Kie Fortsetzung im nächsten Bund.
Denk-