welche d. Reg. Heinrichs IV re. i. v
Mit bewundernswürdigem Gleichmuth und unbe-wölkter Heiterkeit des Geistes erwartete er hier,von der ganzen Welt abgesondert, und von lauren-den, feindselig gesinnten Wächtern umringt, denAusschlag seines Schicksals, als ihm unerwartetVorschläge zu einem Vergleich mit den Guisen ge-than wurden. „Kein Vergleich", erwiederte er, „alsmit der Degenspihe." Der zur rechten Zeit ein-fallende Tod des Monarchen ersparte es ihm, die-ses unglückliche Wort mit seinem Kopf zu bezahlen.
Franz II. hatte den Thron in so zarter Jugendbestiegen, unter so wenig günstigen Umstanden, undbey so wankender Gesundheit besessen und so schnellwieder geräumt, daß man Anstand nehmen muß,ihn wegen der Unruhen anzuklagen, die seine kurzeRegierung so stürmisch machten, und sich aufseinenNachfolger vererbten. Ein willenloses Organ derKoniginn seiner Mutter, und der Guisen, seinerOheime, zeigte er sich auf der politischen Bühnenur, um mechanisch die Rolle hcrzusagen, welcheman ihn einlernen ließ, und zuviel war es wohl vonseinen mittelmäßigen Gaben gcfodert,das lügnerischeGewebe zu durchreisten, worinn die Arglist der< dz Gui-