LIV
Gesch. d. französ. Unruhen
Bruders flehte, hing der Dolch der Verräther an.einem dünnen Haare über seinem eignen Haupte..In den eignen Zimmern des Monarchen erwartete,ihn eine Rotte von M uchelmördern, welche, der.Zelwmmncn Abrede gemäß, über ihn herfallen soll-ten, sobald der König durch einen heftigen Zankmit demselben, ihnen das Zeichen dazu'gäbe. DasZeichen kam nicht, und Anton von Navarra gingunbeschädigt aus dem Cabinet des Monarchen, derzwar unedel genug einen Meuchelmord zu beschlie-ßen, doch zu verzagt war denselben in seinemBeyseyn Vollstrecker) zu lassen.!
Entschloßncr gingen die Guisen gegen Conde -zu Werke, um so mehr, da die hinsinkende Gesund-heit des Monarchen sie eilen hieß. Das Todes-urthcil war gegen ihn gesprochen, die Sentenz,voneinem Theile der Richter schon unterzeichnet, alsman den König auf einmal rettungslos darniederliegen fahr Dieser entscheidende Umstand machtedie Gegner des Prinzen stutzig, und erweckte denMuth seiner Freunde; bald erfuhr der Verurtheilteselbst die Wirkungen davon in seinem Gefängnis.
Mit