welche d. Reg. Heinrichs IV rc. xr.v
rem Range behielt man derJustiz vor, um durch ihresolenne Verurteilung das vorhergegangne Blut-bad zu beschönigen.
Indem die Verschwörung ein so unglücklichesEnde nahm, und so viele unwissende Werkzeuge der«selben der Rache der Guisen aufgeopfert wurden,spielte der Prinz von Londe/ der schuldigste vonallen, und der unsichtbare Lenker des Ganzen, seineRolle mit beyspielloser Verstellungskunst, und wagtees, dem Verdacht Trotz zu bieten, der ihn allgemeinankiagte. Auf die Undurchdringlichkeit feines Ge-heimnisses sich stützend, und überzeugt, daß die Tor-tur selbst seinen Anhängern nicht entreißen könnte,was sie nicht wußten, verlangte er Gehör bey demKönige und drang darauf, sich förmlich und öffent-lich rechtfertigen zu dürfen. Er that dieses in Ge-genwart des ganzen Hofes und auswärtigen Ge-sandten, welche ausdrücklich dazu geladen waren,mit dem edeln Unwillen eines unschuldig Angeklag-ten, mit der ganzen Festigkeit und Würde, welchesonst nur das Bewustseyn einer gerechten Sacheeinzufiößen pflegt. „Sollte, schloß er, sollte jemandverwegen genug seyn, mich als den Urheber derVerschwörung anzuklagen, zu behaupten, daß ichdamit umgegangen, die Franzosen gegen die gehei-ligte Person ihres K önigs aufzuwiegeln, so entsageich hiermit dem Vorrechte meines Ranges, und
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