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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
XLVI
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XI. V! Gesch. d. französ. Unruhen

bin bereit/ ihm mit diesem Degen'zu beweisen, daßer lügt". /,Und ich, nahm Franz von Guise dasWort, ich werde es nimmermehr zugeben, daß einso schwarzer Verdacht einen so großen Prinzen ent-ehre. Erlauben sie mir also Ihnen in diesem Zwey-kampf zu sekondiren." Und mit diesem Possenspieleward eine der blutigsten Verschwörungen geendigt,welche die Geschichte kennt, eben so merkwürdigdurch ihren Zweck, und durch das große Schicksal,welches dabey auf dem Spiele stand, als durch ihreVerborgenheit und Eist, mit der sie geleitet wurde.

Noch lange nachher blieben die Meinungenüber die wahren Triebfedern und den eigentlichenZweck dieser Verschwörung getheilt; der Privat-vortheil beider Parteyen verleitete sie, den richtigenGesichtspunkt zu verfälschen. Wenn die Refor-mieren in ihren öffentlichen Schriften ausbreiteten,daß einzig und allein der Verdruß über die uner-trägliche Tyrannei) der Guisen sie bewaffnet habe,und der Gedanke ferne von ihnen gewesen sey, durch 'gewaltsame Mittel die Religionsfreyheit durchzu,sehen, so wurde im Gegentheil die Verschwörung inden königlichen Briefen/ als gegen die Person desMonarchen selbst und gegen das ganze königlicheHaus gerichtet, vorgestellt, welche nichts geringe-res erzielt haben solle, als die Monarchie zugleichmit der katholischen Religion umzustürzen und Frank-reich