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Zweyte Abtheilung, Erster Band (1791)
Entstehung
Seite
XXVIII
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XXVIIl Gesch. d. französ. Unruhe»

allgemeinen Verwirrung nur begünstigt, durch alleKrümmungen der Kabale und mit allen Schreck-nissen der Gewalt ihre verwegnen Entwürfe ver-folgte. ' Dieselbe Ehrsucht, von nicht geringemGaben unterstützt, beherrschte den Kardinal vonLothringen,.Bruder des Herzogs, der eben so mäch-tig durch Wissenschaft und Beredsamkeit, als je-ner durch seinen Degen, furchtbarer im Scharlach,als der Herzog im Panzerhemd, seine Privatleiden,schäften Mit dem Schwerdt der Religion bewaffne-te, und die schwarzen Entwürfe seiner Ehrsucht mitdiesem heiligen Schleyer bedeckte. Ueber den ge-meinschaftlichen Zweck einverstanden, theilte sich die-ses unwiderstehliche Brüderpaar in die Nation,die, ehe sie es wußte, in seinen Fesseln sich krümmte. *

Leicht war.es beiden Brüdern, sich derNeigungdes jungen Königs zu bemächtigen, den seine Ge-mahlin», ihre Nichte, unumschränkt leitete; schwe-rer die Königin» Mutter Katharine für ihre Absich-ten zu gewinnen. Der Nähme eitler Mutter desKönigs machte sie an einem gekheilten Hofe mäch-tig, mächtiger noch die natürliche Überlegenheitihres Verstandes über das Gemüth ihres schwachenSohnes; ein verborgner in Rauken erfinderischerGeist, mit einer grenzenlosen Begierde zum Herr-schen vereinigt, konnte sie zu einer furchtbaren Geg- 'nerin machen. Ihre Gunst zu erschleichen wurde

des-