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Gesch. d. französ. llnruhm
Posten? im Staat zu berechtigen, und jeden fremdenAnspruch im voraus zu entfernen. Aber einMa nngehörte auch dazu, das Verdienst eines solchenDieners zu würdigen, und eine ernstliche Liebe zumallgemeinen Wohl, um seinem gründlichen innernWeüh die rauhe Außenseite zu vergeben. Franz H.war ein Jüngling, den der Thron nur zum Ge-. misse, nicht zur Arbeit rief, dem ein so strenger Auf-scher seiner Handlungen nicht willkommen seynkonnte. Montmorencys äußere Tugend, die ihnbey dem Vater und Großvater in Gunst gesetzthatte, gereichten ihn bey dem leichtsinnigen schwa-chen Sohn zum Verbrechen, und machte es derentgegengesetzten Kabale leicht, über diesen Gegnerzu triumphiren.
Die Guisen, ein nach Frankreich verpflanz-ter Zweig des Lothringischen Fürstenhauses warendie Seele dieser furchtbaren Faktion. Franz vonLothringen, Herzog vonGmse, Oheim der regieren-den Königinn, vereinigte in seiner Person alle Ei-genschaften, welche die Aufmerksamkeit der Men-schen fesseln, und eine Herrschaft über sie erwerben.Frankreich verehrte in ihm seinen Retter, denWie-derhcrstellcr seiner Ehre vor der ganzen Europäi-schen Welt. An seiner Geschicklichkeit und seinemMuth war das Glück Karls V. gescheuert; seineEntschlossenheit hatte die Schande der Vorfahren