welche d. Reg/Heinrichs I V :c. *x ix
gion ihrer Lieblinge, deren Kenntnisse und Geist sieverehrte, nicht schwer zu gewinnen war. Ein glan-Eh zender Kreis von Gelehrten umgab diese Fürstin»,^ und die Freiheit des Geistes, welche in diesem ge-Ut'- schmackvollen Zirkel herrschte, konnte nicht anders" i>er als eine Lehre begünstigen, welche mit der Be>!>det, freyung vom Joche der Hierarchie und des Aber-chn- glaubens angefangen hatte. An dem Hof dieser»sch Königin« fand die gedrückte Religion eine Zuflucht,jiw manches Opfer wurde durch sie dem blutdürstigenVerfolgungsgeist entzogen, und die noch kraftlose»er, Partey hielt sich an diesem schwachen Ast gegenjchn das erste Ungewitter fest, das sie sonst in ihrem
^ ^ noch zarten Anfang so leicht hätte hinraffen können.
« Die Verbindungen, in welche Franz I. mit denDeutschen Protestanten getreten war, hatten auf^ W die Maaßregeln keinen Einfluß, deren er sich gegenM seine eignen protestantischen Unterthanen bediente.Das Schwerdt der Inquisition war in jeder Pro-vinz gegen sie gezückt, und. zu eben der Zeit, wodieser zweydeutigeMonarch die Fürsten des Schmal-M kaldischen Bundes gegen Karl V. seinen Nebenbuh-M ler aufforderte, erlaubt er dem Blutdurst seiner Jn-guisitoren, gegen das schuldlose Volk der Walden-ser, ihre Glaubensgenossen, mit Schwerdt undM Feuer zu wüthen. Barbarisch und schrecklich, sagt^ der Geschichtschreiber de Thou, war der Spruch^ der gegen sie gefällt ward, barbarischer noch und
b 3 schreck-